Resilienztraining
Innere Widerstandsfähigkeit verstehen und gezielt entwickeln

persolog® Persönliches Resilienz-Modell

Das persolog® Persönliche Resilienz-Modell hilft dabei, die eigene Resilienzkompetenz differenziert zu betrachten und gezielt weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen vier Bereiche der persönlichen Resilienz: Akzeptieren, Fühlen, Orientieren und VerstehenDiesen Bereichen sind insgesamt zehn Resilienzfaktoren zugeordnet, die unterschiedliche Aspekte im Umgang mit Belastungen, Veränderungen und Herausforderungen beschreiben.

Das Modell schafft damit eine strukturierte Grundlage, um die eigene Resilienz zu reflektieren, persönliche Ressourcen und Entwicklungsfelder zu erkennen und konkrete Ansatzpunkte für die Stärkung der eigenen Resilienz abzuleiten.

Was ist Resilienz eigentlich?

Resilienz bezeichnet die Fähigkeit, mit Belastungen, Krisen, Veränderungen und Herausforderungen umzugehen und sich an veränderte Bedingungen anzupassen. Dabei geht es nicht darum, schwierige Situationen unberührt zu überstehen, sondern trotz Belastungen handlungsfähig zu bleiben, vorhandene Ressourcen zu nutzen und einen konstruktiven Umgang mit Herausforderungen zu entwickeln.

Resilienz ist keine starre Eigenschaft, die ein Mensch entweder besitzt oder nicht besitzt. Sie umfasst verschiedene Faktoren und Kompetenzen, die unterschiedlich ausgeprägt sein und weiterentwickelt werden können. Genau hier setzt das persolog® Persönliche Resilienz-Modell an.

Resilienz bedeutet nicht, immer stark zu sein

Resilienz bedeutet nicht, keinen Stress, keine Unsicherheit oder keine negativen Emotionen zu erleben. Belastende Situationen können auch resiliente Menschen fordern. Entscheidend ist vielmehr, wie Menschen mit diesen Situationen umgehen, welche Ressourcen ihnen zur Verfügung stehen und wie sie nach Belastungen wieder Orientierung und Handlungsfähigkeit gewinnen.

 

Resilienz sollte deshalb nicht mit bloßem Durchhalten oder dem Aushalten immer größerer Belastungen gleichgesetzt werden. Auch das Wahrnehmen eigener Grenzen, der bewusste Umgang mit Emotionen und das Nutzen von Unterstützung können Bestandteile eines resilienten Umgangs mit Herausforderungen sein.

Was ist das persolog® Persönliche Resilienz-Modell?

Das persolog® Persönliche Resilienz-Modell betrachtet Resilienz als eine Kompetenz, die weiterentwickelt werden kann.. Es bietet einen strukturierten Rahmen, um die persönliche Resilienz differenziert zu reflektieren und individuelle Ansatzpunkte für die weitere Entwicklung zu erkennen.

 

Das Modell betrachtet dafür zehn Resilienzfaktoren, die in die vier übergeordneten Bereichen zugeteilt sind: Akzeptieren, Fühlen, Orientieren und Verstehen. Gemeinsam ermöglichen sie einen differenzierten Blick auf die persönliche Resilienz.

 

Ziel ist es nicht, Menschen als „resilient“ oder „nicht resilient“ einzuordnen. Stattdessen hilft das Modell dabei, individuelle Stärken und Entwicklungsfelder innerhalb der verschiedenen Aspekte von Resilienz zu erkennen und schafft eine Grundlage für Reflexion und Weiterentwicklung.

Die 10 Resilienzfaktoren des persolog® Persönlichen Resilienz-Modells

1. Akzeptieren – Sich selbst und das Leben annehmen

Der Bereich Akzeptieren beschreibt, wie Menschen sich selbst und das Leben mit seinen veränderbaren und unveränderbaren Seiten annehmen. Dazu gehören die drei Resilienzfaktoren Akzeptanz, Verantwortung und Selbstwirksamkeitserwartung..

Akzeptanz

Akzeptanz bedeutet, anzunehmen, was nicht oder nicht mehr verändert werden kann. Dazu können vergangene Ereignisse ebenso gehören wie Situationen oder das Verhalten anderer Menschen, auf die wir keinen direkten Einfluss haben. Akzeptanz kann dabei helfen, den Blick von Unveränderlichem zu lösen und die eigenen Handlungsmöglichkeiten bewusster wahrzunehmen.

Verantwortung

Verantwortung beschreibt die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Denken und Handeln zu übernehmen. Nicht jede Situation lässt sich beeinflussen, wohl aber häufig der eigene Umgang damit. Der Faktor richtet den Blick deshalb darauf, den eigenen Handlungsspielraum zu erkennen und bewusst zu nutzen.

Selbstwirksamkeitserwartung

Selbstwirksamkeitserwartung beschreibt die Überzeugung, Herausforderungen mithilfe der eigenen Fähigkeiten bewältigen zu können. Wer auf die eigene Kompetenz vertraut, kann Herausforderungen eher aktiv angehen, anstatt sich ihnen ausschließlich ausgeliefert zu fühlen.

2. Fühlen – Mit Emotionen achtsam umgehen

Der Bereich Fühlen richtet den Blick auf einen achtsamen Umgang mit den eigenen Emotionen. Dazu gehören die beiden Resilienzfaktoren Positive Emotionen und Impulskontrolle.

Positive Emotionen

Positive Emotionen beschreiben die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen positive Gefühle wahrzunehmen und zuzulassen. Dabei geht es nicht darum, negative Emotionen zu verdrängen, sondern ihnen nicht dauerhaft den gesamten Raum zu überlassen und den Zugang zu positiven Emotionen bewusst zu stärken.

Impulskontrolle

Impulskontrolle beschreibt die Fähigkeit, erste Impulse wahrzunehmen und zu hinterfragen, bevor daraus eine Reaktion entsteht. Dadurch kann es leichter werden, auf Auslöser bewusster zu reagieren und das eigene Verhalten auch in emotional herausfordernden Situationen gezielter zu steuern.

3. Orientieren – Orientierung und Unterstützung finden

Der Bereich Orientieren beschreibt, wie Menschen in herausfordernden Situationen Orientierung finden und vorhandene Unterstützung nutzen können. Dazu gehören die drei Resilienzfaktoren Realistischer Optimismus, Lösungsorientierung und Soziale Unterstützung..

Realistischer Optimismus

Realistischer Optimismus bedeutet, positive Möglichkeiten wahrzunehmen, ohne Schwierigkeiten oder Risiken auszublenden. Im Mittelpunkt steht eine zuversichtliche Sicht auf die Zukunft, die gleichzeitig die tatsächlichen Gegebenheiten einer Situation berücksichtigt.

Lösungsorientierung

Lösungsorientierung richtet den Fokus auf Handlungsmöglichkeiten und mögliche Wege zur Bewältigung eines Problems. Dazu gehört, verschiedene Lösungswege zu prüfen, Ziele zu formulieren und mögliche Hindernisse mitzudenken, statt ausschließlich beim Problem stehen zu bleiben.

Soziale Unterstützung

Soziale Unterstützung beschreibt die Fähigkeit und Möglichkeit, in herausfordernden Situationen auf verlässliche Beziehungen zurückzugreifen. Ein verlässliches soziales Netzwerk kann Unterstützung bieten und dazu beitragen, Belastungen und Herausforderungen nicht ausschließlich allein bewältigen zu müssen.

4. Verstehen – Verhalten reflektieren und Situationen hinterfragen

Der Bereich Verstehen richtet den Blick darauf, Verhalten zu reflektieren und Situationen sowie ihre Ursachen differenziert zu hinterfragen. Dazu gehören die beiden Resilienzfaktoren Kausalanalyse und Empathie.

Kausalanalyse

Kausalanalyse beschreibt die Fähigkeit, schwierige Situationen zu analysieren und mögliche Ursachen differenziert zu betrachten. Dadurch können Zusammenhänge besser verstanden, wiederkehrende Muster erkannt und Ansatzpunkte für einen bewussteren Umgang mit ähnlichen Situationen gefunden werden.

Empathie

Empathie beschreibt die Fähigkeit, die emotionale Lage und Bedürfnisse anderer Menschen wahrzunehmen und nachzuvollziehen. Das kann dabei helfen, Reaktionen anderer besser einzuordnen, angemessen zu reagieren und Beziehungen auch in herausfordernden Situationen konstruktiv zu gestalten.

Wo wird das persolog® Persönliche Resilienz-Modell eingesetzt?

Das persolog® Persönliche Resilienz-Modell kann überall dort eingesetzt werden, wo Menschen ihre persönliche Resilienz reflektieren und weiterentwickeln möchten.Es bietet eine strukturierte Grundlage für persönliche Entwicklung ebenso wie für die professionelle Begleitung von Menschen in Coaching, Training und im beruflichen Kontext.

Persönliche Weiterentwicklung

Das Modell unterstützt dich dabei, deine persönliche Resilienz differenziert zu betrachten. Du kannst erkennen, welche Resilienzfaktoren bei dir bereits stärker ausgeprägt sind und welche du gezielt weiterentwickeln möchtest. So lassen sich individuelle Ansatzpunkte für den Umgang mit Herausforderungen und Veränderungen ableiten.

Coaching und Training

Im Coaching und Training bietet das persolog® Persönliche Resilienz-Modell einen strukturierten Rahmen, um Resilienz gemeinsam mit Teilnehmenden oder Coachees zu reflektieren. Statt Resilienz nur allgemein zu thematisieren, können einzelne Resilienzfaktoren betrachtet und daraus konkrete Entwicklungsziele und Maßnahmen abgeleitet werden.

Führung und Mitarbeiterentwicklung

Auch im beruflichen Alltag können Belastungen, Veränderungen und Unsicherheit unterschiedliche Anforderungen an Menschen stellen. Das Resilienz-Modell kann Führungskräfte und Mitarbeitende dabei unterstützen, individuelle Ressourcen und Entwicklungsfelder bewusster wahrzunehmen und den eigenen Umgang mit herausfordernden Situationen zu reflektieren.

Teams und Organisationen

Die persönliche Resilienz einzelner Menschen ist auch im organisationalen Kontext relevant. Das persolog® Persönliche Resilienz-Modell kann deshalb in Entwicklungsmaßnahmen für Mitarbeitende und Teams eingesetzt werden, beispielsweise wenn der konstruktive Umgang mit Veränderungen und herausfordernden Situationen gestärkt werden soll.

Wie wird das persolog® Persönliche Resilienz-Modell in der Praxis angewendet?

Reflexions-, Coaching- und Trainingsinstrumente stehen für die praktische Arbeit mit dem persolog® Persönlichen Resilienz-Modell zur Verfügung. Sie unterstützen dabei, die persönliche Resilienz differenziert zu betrachten und Erkenntnisse für die weitere Entwicklung nutzbar zu machen.

 

Eine zentrale Grundlage bildet das persolog® Resilienz-ProfilEs macht die individuelle Ausprägung der zehn Resilienzfaktoren sichtbar und ermöglicht so eine strukturierte Auseinandersetzung mit der eigenen Resilienzkompetenz. Dabei geht es nicht um eine Bewertung in „resilient“ oder „nicht resilient“, sondern darum, individuelle Ausprägungen zu erkennen und einzuordnen.

 

Die Ergebnisse können anschließend als Ausgangspunkt für Reflexion, Coaching, Training und persönliche Entwicklungsprozessegenutzt werden. Ergänzende Instrumente und Methoden unterstützen dabei, Erkenntnisse aus dem Profil auf konkrete Situationen zu übertragen und die individuelle Entwicklung zu begleiten.

Mit dem persolog® Persönlichen Resilienz-Modell professionell arbeiten

Wenn du das persolog® Persönliche Resilienz-Modell professionell in Training, Coaching oder Personalentwicklungeinsetzen möchtest, kannst du dich für das Modell zertifizieren lassen. In der Resilienz-Zertifizierung lernst du, die zehn Resilienzfaktoren fundiert einzuordnen und das persolog® Resilienz-Profil professionell und verantwortungsvoll einzusetzen.

 

In der Zertifizierung erwirbst du das Wissen und die methodischen Kompetenzen für die professionelle Anwendung des Modells. Du lernst, das Resilienz-Profil fundiert auszuwerten, Ergebnisse angemessen zu besprechen und die Arbeit mit dem Modell in deine eigenen Trainings-, Coaching- oder Entwicklungskontexte zu integrieren.

Für wen eignet sich die Resilienz-Zertifizierung?

Die Zertifizierung richtet sich an Menschen, die andere professionell bei ihrer Entwicklung begleiten. Dazu zählen insbesondere Trainer:innen, Coaches, Führungskräfte sowie Fachpersonen aus HR und Personalentwicklung , die Resilienz in ihre bestehende Arbeit integrieren möchten.

Was kannst du nach der Zertifizierung mit dem Resilienz-Modell machen?

Nach der Zertifizierung kannst du das persolog® Persönliche Resilienz-Modell und die dazugehörigen Instrumente professionell in deiner Arbeit einsetzen. Du kannst das Resilienz-Profil auswerten, Reflexions- und Entwicklungsprozesse begleiten und das Modell beispielsweise in Trainings, Coachings und Personalentwicklungsmaßnahmen einsetzen.

Was unsere Kund:innen sagen

Resilienz ist für mich aus unserem täglichen Leben nicht mehr weg zu denken und ein sehr interessantes Thema. Auf der Suche nach einer geeigneten Zertifizierung stieß ich auf persolog®. Das war die beste Entscheidung. Warum? Ich habe jetzt das Wissen, was ich rund um Resilienz benötige und darüber hinaus ein praktisches Tool. Damit kann ich das Thema Resilienz meinen Kunden verständlich, anschaulich und auf ihre Bedürfnisse anwendbar anbieten.

Die eigene Resilienzkompetenz zu erkennen und zu entwickeln bedeutet für mich Widerstandskraft in Krisenzeiten auf- und auszubauen. Denn der Unterschied macht, wer nach schwierigen Zeiten im Leben wieder aufsteht! Genau das habe ich im Seminar von Debora gelernt – mit vielen Tools, Methoden und Aha-Momenten. Nach dem Seminar hatte ich Klarheit über mein Verhalten und warum ich so bin und wie ich mich verhalte! Genau das richtige Seminar für alle die wissen möchten, wie sie eine Veränderung Ihres Verhaltens erwirken können, um andere Ergebnisse zu erzielen! Ich freue ich auf die Fortsetzung des Seminars im Juli mit Debora.

Resilienz-Zertifizierung Digital: Ich habe die Resilienz-Zertifizierung online absolviert und war begeistert! Debora hat das Wissen sehr anschaulich vermittelt – es war fast so, als säße sie mir direkt gegenüber. Ich hatte einige Aha-Momente, habe viel über mich selbst gelernt und hatte viel Spaß während der Online-Zertifizierung. Jetzt freue ich mich darauf, weitere Online-Angebote von Persolog zu nutzen!

Häufig gestellte Fragen zum persolog® Teamresilienz-Modell

Ja, Resilienz kann gezielt weiterentwickelt werden und ist nicht ausschließlich angeboren. Dabei geht es nicht darum, Belastungen einfach besser auszuhalten, sondern Fähigkeiten und Ressourcen zu stärken, die einen konstruktiven Umgang mit Herausforderungen unterstützen. Das persolog® Persönliche Resilienz-Modell setzt dafür bei zehn Resilienzfaktoren an, die individuell unterschiedlich ausgeprägt und entwickelbar sein können.

Ein resilientes Team zeichnet sich nicht dadurch aus, dass es keine Konflikte, Rückschläge oder Belastungen erlebt. Vielmehr gelingt es dem Team, auch unter herausfordernden Bedingungen gemeinsam handlungsfähig zu bleiben, sich anzupassen und aus Erfahrungen zu lernen. Die sechs Faktoren des persolog® Teamresilienz-Modells bieten einen strukturierten Rahmen, um Teamresilienz differenziert zu betrachten.

Nein, das Ziel ist nicht, in allen zehn Resilienzfaktoren möglichst hohe Ausprägungen zu erreichen. Menschen verfügen über unterschiedliche persönliche Ressourcen und Entwicklungsmöglichkeiten. Entscheidend ist, die individuellen Ausprägungen der Faktoren zu betrachten und daraus passende Ansatzpunkte für die eigene Entwicklung abzuleiten.

Die Ergebnisse des persolog® Resilienz-Profils dienen als Grundlage für Reflexion und Entwicklung und sollten nicht als Einteilung in „resilient“ oder „nicht resilient“ verstanden werden. Sie machen die individuelle Ausprägung der Resilienzfaktoren sichtbar und können helfen, persönliche Ressourcen und Entwicklungsfelder differenziert zu betrachten. Die Ergebnisse sollten dabei immer im individuellen Kontext eingeordnet werden.

Für die Entwicklung von Resilienz gibt es keinen allgemeingültigen Zeitraum. Welche Faktoren sich wie schnell entwickeln lassen, hängt unter anderem von der individuellen Ausgangssituation, den persönlichen Entwicklungszielen und der regelmäßigen Auseinandersetzung mit den jeweiligen Faktoren ab. Resilienzentwicklung ist daher eher als fortlaufender Entwicklungsprozess denn als einmaliges Training zu verstehen.

Für die Entwicklung von Resilienz gibt es keinen allgemeingültigen Zeitraum. Welche Faktoren sich wie schnell entwickeln lassen, hängt unter anderem von der individuellen Ausgangssituation, den persönlichen Entwicklungszielen und der regelmäßigen Auseinandersetzung mit den jeweiligen Faktoren ab. Resilienzentwicklung ist daher eher als fortlaufender Entwicklungsprozess denn als einmaliges Training zu verstehen.

Nach oben scrollen
Wähle deine Sprache

Entdecke persolog weltweit

Wir sind weltweit vertreten. Wähle jetzt deine bevorzugte Sprache, um mehr über persolog in Deutschland und in deiner Nähe zu erfahren.