Gemeinsam Herausforderungen meistern und Teamresilienz gezielt entwickeln

persolog® Teamresilienz-Modell

Das persolog® Teamresilienz-Modell hilft Teams dabei, ihre Teamresilienz besser zu verstehen und weiterzuentwickeln. Im Mittelpunkt stehen sechs Teamresilienzfaktoren. Sie zeigen, was ein Team in schwierigen Situationen stärkt und wo es sich noch entwickeln kann. So wird greifbar, was Teams brauchen, um auch bei Veränderungen, Belastungen und Rückschlägen gut zusammenzuarbeiten.

Was ist Teamresilienz?

Teamresilienz zeigt sich vor allem dann, wenn es schwierig wird: wenn gewohnte Abläufe nicht mehr funktionieren, Unsicherheit entsteht oder der Druck steigt. Dann kommt es darauf an, wie ein Team miteinander umgeht: Wie bewältigen die Mitglieder Herausforderungen gemeinsam, wie reagieren sie auf Rückschläge und wie schafft es das Team, sich neu auszurichten?

Teamresilienz ist mehr als die Resilienz einzelner Teammitglieder.

Ein Team wird nicht automatisch resilient, nur weil seine einzelnen Mitglieder über eine hohe persönliche Resilienz verfügen. Teamresilienz entsteht auf der Ebene des gemeinsamen Miteinanders und wird unter anderem davon beeinflusst, wie ein Team kommuniziert, zusammenarbeitet, Entscheidungen trifft und mit Fehlern oder Unsicherheit umgeht.

 

Persönliche Resilienz und Teamresilienz sind deshalb miteinander verbunden, betrachten jedoch unterschiedliche Ebenen. Während das persolog® Persönliches Resilienz-Modell die Resilienz des einzelnen Menschen in den Mittelpunkt stellt, richtet das persolog® Teamresilienz-Modell den Blick auf das Team als Ganzes und seine gemeinsame Widerstands- und Anpassungsfähigkeit.

Was ist das persolog® Teamresilienz-Modell?

Das persolog® Teamresilienz-Modell macht sichtbar , was ein Team resilient macht und wo Entwicklung möglich ist. Dabei geht es nicht um die Resilienz einzelner Teammitglieder, sondern um das Team als Ganzes und die Art, wie die Mitglieder miteinander arbeiten und Herausforderungen gemeinsam bewältigen.

 

Im Mittelpunkt stehen sechs Teamresilienzfaktoren , die wichtige Aspekte des Miteinanders abbilden. Dabei geht es nicht darum, ein Team als „resilient“ oder „nicht resilient“ einzustufen. Vielmehr hilft das Modell Teams dabei, ihre Zusammenarbeit zu reflektieren und herauszufinden, wo sie bereits gut aufgestellt sind und woran sie gemeinsam arbeiten können.

Die 6 Faktoren des persolog® Teamresilienz-Modells

Das persolog® Teamresilienz-Modell betrachtet sechs Faktoren, die für die Resilienz eines Teams relevant sind: Bedeutsamkeit, Psychologische Sicherheit, Teamwirksamkeit, Klarheit & Struktur, Handlungs- & Lösungsorientierung und Teamlearning. Gemeinsam ermöglichen sie einen differenzierten Blick darauf, wie ein Team mit Herausforderungen umgeht und wo Ansatzpunkte für die gemeinsame Weiterentwicklung liegen.

Bedeutsamkeit

Bedeutsamkeit beschreibt, inwieweit die Mitglieder eines Teams einen Sinn in ihrer gemeinsamen Arbeit erkennen und wissen, wofür sie als Team arbeiten.

 

Ein gemeinsames Verständnis von Sinn und Bedeutung kann Orientierung geben und dazu beitragen, auch in herausfordernden Situationen den Blick auf das gemeinsame Ziel zu richten.

Psychologische Sicherheit

Psychologische Sicherheit beschreibt ein Teamklima, in dem sich Teammitglieder trauen, Fragen zu stellen, Ideen einzubringen, Bedenken anzusprechen und Fehler offen zu thematisieren.

 

Gerade in schwierigen oder unsicheren Situationen ist diese Offenheit wichtig, damit relevante Informationen nicht zurückgehalten und Herausforderungen gemeinsam bearbeitet werden.

Teamwirksamkeit

Teamwirksamkeit beschreibt die gemeinsame Überzeugung eines Teams, Herausforderungen mit den vorhandenen Fähigkeiten und Ressourcen bewältigen zu können.

Sie stärkt das Vertrauen in die gemeinsame Handlungsfähigkeit und kann Teams dabei unterstützen, auch bei Schwierigkeiten aktiv nach Lösungen zu suchen.

Klarheit & Struktur

Klarheit & Struktur beschreiben, wie klar Rollen, Verantwortlichkeiten, Ziele und Abläufe innerhalb eines Teams sind.

 

Gerade unter Druck können klare Strukturen Orientierung schaffen und dazu beitragen, dass ein Team handlungsfähig bleibt und Verantwortlichkeiten nicht aus dem Blick geraten.

Handlungs- & Lösungsorientierung

Handlungs- & Lösungsorientierung beschreibt die Fähigkeit eines Teams, Herausforderungen aktiv anzugehen und den Fokus auf mögliche Lösungen und nächste Schritte zu richten.

 

Statt dauerhaft beim Problem stehen zu bleiben, entwickelt das Team gemeinsam Handlungsmöglichkeiten und setzt diese in die Praxis um.

Teamlearning

Teamlearning beschreibt die Fähigkeit eines Teams, gemeinsam aus Erfahrungen, Erfolgen, Fehlern und Rückschlägen zu lernen.

Erkenntnisse werden reflektiert und für die zukünftige Zusammenarbeit genutzt, sodass sich das Team auf Basis gemeinsamer Erfahrungen weiterentwickeln kann.

Wie lässt sich Teamresilienz entwickeln?

Teamresilienz entwickelt sich nicht über Nacht, sondern in einem gemeinsamen Prozess. Teams können ihre Zusammenarbeit und ihren Umgang mit Herausforderungen gezielt reflektieren und Schritt für Schritt weiterentwickeln.

 

Im persolog® Teamresilienz-Modell wird dieser Entwicklungsprozess durch vier Schritte beschrieben: Vorausschauen, Sichern, Gestalten und Lernen. Sie richten den Blick darauf, wie sich Teams auf Herausforderungen vorbereiten, ihre Ressourcen sichern, schwierige Situationen aktiv gestalten und anschließend aus den gemachten Erfahrungen lernen können.

 

Vorausschauen bedeutet, mögliche Herausforderungen und Veränderungen frühzeitig in den Blick zu nehmen. Sichern richtet den Fokus darauf, wichtige Ressourcen und Voraussetzungen für die Zusammenarbeit zu erhalten. Beim Gestalten bedeutet, Herausforderungen gemeinsam aktiv anzugehen und sie mit den dem Team zur Verfügung stehenden Ressourcen zu bewältigen. Lernen hilft dem Team, seine Erfahrungen zu reflektieren und die gewonnenen Erkenntnisse in zukünftigen Situationen zu nutzen.

 

Das sechs Teamresilienzfaktoren zeigen dabei, an welchen Stellen ein Team ansetzen kann, um seine Resilienz weiterzuentwickeln.

Wo wird das persolog® Teamresilienz-Modell eingesetzt?

Das persolog® Teamresilienz-Modell eignet sich für unterschiedliche Situationen, in denen Teams ihre Zusammenarbeit reflektieren und ihre Resilienz stärken möchten. Es kann sowohl direkt in der Teamentwicklung als auch von Führungskräften, Trainer:innen und Coaches in der Begleitung von Teams eingesetzt werden.

Teamentwicklung

In der Teamentwicklung hilft das Modell dabei, genauer hinzuschauen: Was stärkt das Team bereits? Wo liegen Herausforderungen? Und an welchen Themen möchte das Team gemeinsam arbeiten? Die sechs Faktoren geben dafür eine klare Orientierung.

Führung und Teamleitung

Führungskräfte und Teamleitungen können das Modell nutzen, um besser zu verstehen, welche Rahmenbedingungen ihr Team im Umgang mit Belastungen und Veränderungen unterstützen. Dadurch lassen sich Entwicklungsbedarfe gezielter ansprechen und gemeinsame Maßnahmen für die Zusammenarbeit ableiten.

Coaching und Training

Für Trainer:innen und Coaches bietet das persolog® Teamresilienz-Modell einen strukturierten Rahmen für die Begleitung von Teams. Die Erkenntnisse aus dem Modell können als Ausgangspunkt genutzt werden, um Entwicklungsziele zu formulieren und die Arbeit an der Teamresilienz gezielt zu gestalten.

Veränderungs- und Krisensituationen

Gerade bei Veränderungen, Unsicherheit oder hoher Belastung wird sichtbar, wie ein Team mit neuen Anforderungen umgeht. Das Modell kann dabei unterstützen, Herausforderungen gemeinsam zu reflektieren, Handlungsfähigkeit zu fördern und Erkenntnisse aus schwierigen Situationen für die weitere Zusammenarbeit zu nutzen.

Unternehmen und Organisationen

Teamresilienz kann einen Beitrag dazu leisten, wie Organisationen mit Veränderungen und Herausforderungen umgehen. Das persolog® Teamresilienz-Modell kann deshalb beispielsweise in Team-, Führungs- und Personalentwicklungsmaßnahmenintegriert werden.

Dabei bleibt der Fokus auf der Resilienz einzelner Teams: Teamresilienz kann zur organisationalen Resilienz beitragen, ist aber nicht mit organisationaler Resilienz gleichzusetzen.

Wie wird das persolog® Teamresilienz-Modell in der Praxis angewendet?

persolog® Teamesilienz-Profil

Eine wichtige Rolle bei der praktischen Arbeit mit dem Modell spielt das persolog® Teamresilienz-Profil. Mithilfe eines Fragebogens schätzen die Teammitglieder die Resilienz ihres Teams ein. Die Ergebnisse zeigen, wie die sechs Teamresilienzfaktoren im Team wahrgenommen werden.

 

Dabei erhalten die Teammitglieder eine individuelle Auswertung sowie eine Auswertung auf Teamebene. So werden auch unterschiedliche Wahrnehmungen innerhalb des Teams sichtbar. Das Team erkennt, in welchen Bereichen es bereits gut aufgestellt ist und wo Entwicklungspotenzial besteht.

 

Die Ergebnisse teilen ein Team nicht in „resilient“ oder „nicht resilient“ ein. Sie dienen vielmehr dazu, miteinander ins Gespräch zu kommen, Entwicklungsfelder zu priorisieren und konkrete nächste Schritte für die Zusammenarbeit festzulegen.

Mit dem persolog® Teamresilienz-Modell professionell arbeiten

Wenn du das persolog® Teamresilienz-Modell professionell in Training, Coaching oder Teamentwicklungeinsetzen möchtest, kannst du dich für das Modell zertifizieren lassen. In der Teamresilienz-Zertifizierung lernst du die sechs Teamresilienzfaktoren kennen, arbeitest mit dem persolog® Teamresilienz-Profil und erfährst, wie du die Ergebnisse auswertest und für die Entwicklung von Teams nutzt.

Für wen eignet sich die Teamresilienz-Zertifizierung?

Die Zertifizierung richtet sich an Menschen, die Teams professionell begleiten und entwickeln. Dazu zählen insbesondere Trainer:innen, Coaches, Führungskräfte, Teamleitungen sowie Fachpersonen aus HR und Personalentwicklung, die Teamresilienz in ihre bestehende Arbeit integrieren möchten.

Was kannst du nach der Zertifizierung mit dem Teamresilienz-Modell machen?

Nach der Zertifizierung kannst du das persolog® Teamresilienz-Modell und die dazugehörigen Instrumente professionell in deiner Arbeit einsetzen. Du kannst das Teamresilienz-Profil auswerten, Ergebnisse mit Teams reflektieren und Entwicklungsprozesse begleiten, beispielsweise im Rahmen von Teamentwicklung, Training oder Coaching.

Was unsere Kund:innen sagen

Meine Zertifizierung Teamresilienz: Absolut lohnend! Mit Debora als kompetente Seminarleiterin haben wir Teilnehmer*innen gemeinsam die Gelegenheit, die spannenden Inhalte zur Team-Resilienz intensiv kennen zu lernen, zu diskutieren und anzuwenden. Eine geniale Gruppe trifft auf geniale Themen. Die Team-Resilienz macht das Resilienz-Paket bei persolog nun komplett. Besser geht’s nicht. Danke!

Als Kulturentwickler und Coach gibt mir das Modell viele Möglichkeiten, Teams gezielt in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu stärken. Es hat eine klare Struktur, ist leicht verstehbar und hat ein großes Repertoire an praktischen Übungen und Methoden. Aus meiner Sicht sehr gelungen!

Ich bin über die Art der Vermittlung der Inhalte der Weiterbildung begeistert. Die Unterlagen sind ausgereift. Die Videoinhalte sind hoch professionell. Mein Coachinghorizont hat sich dadurch sehr stark erweitert.

Häufig gestellte Fragen zum persolog® Teamresilienz-Modell

Bei der persönlichen Resilienz geht es darum, wie eine Person mit Stress, Veränderungen und Herausforderungen umgeht. Teamresilienz bezieht sich dagegen auf das Team als Ganzes und darauf, wie die Mitglieder gemeinsam mit schwierigen Situationen umgehen und handlungsfähig bleiben. Ein Team ist deshalb nicht automatisch resilient, nur weil seine einzelnen Mitglieder eine hohe persönliche Resilienz aufweisen.

Ein resilientes Team zeichnet sich nicht dadurch aus, dass es keine Konflikte, Rückschläge oder Belastungen erlebt. Vielmehr gelingt es dem Team, auch unter herausfordernden Bedingungen gemeinsam handlungsfähig zu bleiben, sich anzupassen und aus Erfahrungen zu lernen. Die sechs Faktoren des persolog® Teamresilienz-Modells bieten einen strukturierten Rahmen, um Teamresilienz differenziert zu betrachten.

Führungskräfte können die Rahmenbedingungen beeinflussen, unter denen Teamresilienz entsteht und weiterentwickelt wird. Dazu gehören beispielsweise der Umgang mit Fehlern und Unsicherheit, Klarheit in Zielen und Verantwortlichkeiten sowie die Art, wie Austausch und gemeinsames Lernen ermöglicht werden. Teamresilienz ist jedoch keine alleinige Aufgabe der Führungskraft, sondern entsteht im Zusammenspiel des gesamten Teams.

Hohe Belastung schließt Teamresilienz nicht aus. Entscheidend ist nicht, dass ein Team Belastungen oder Rückschläge vermeidet, sondern wie es gemeinsam damit umgeht, vorhandene Ressourcen nutzt und seine Zusammenarbeit an veränderte Bedingungen anpasst. Auch resiliente Teams können dabei an Grenzen stoßen und Unterstützung benötigen.

Teamresilienz betrachtet die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit eines Teams, während organisationale Resilienz die Organisation als Gesamtsystem in den Mittelpunkt stellt. Resiliente Teams können zur Widerstandsfähigkeit einer Organisation beitragen, Teamresilienz und organisationale Resilienz sind jedoch nicht gleichzusetzen.

Wenn du das persolog® Teamresilienz-Modell, das Teamresilienz-Profil und die dazugehörigen Instrumente professionell in Training, Coaching oder Teamentwicklung einsetzen möchtest, ist die entsprechende Qualifizierung für die professionelle Anwendung relevant. In der Zertifizierung lernst du, das Modell und die Ergebnisse fundiert einzuordnen und Entwicklungsprozesse mit Teams zu begleiten.

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