
persolog® Stress-Modell
Stress ist individuell: Was einen Menschen unter Druck setzt, kann für einen anderen kaum belastend sein. Das persolog® Stress-Modell betrachtet deshalb, was Menschen stresst, wie sie darauf reagieren und wie sie mit Stress umgehen. Dabei geht es auch um persönliche Denk- und Verhaltensmuster, die gerade unter Stress eine wichtige Rolle spielen. Das eigene Stressverhalten zu kennen und zu verstehen ist eine wichtige Grundlage für einen bewussteren Umgang mit Stress.
Was ist Stresskompetenz?
Stresskompetenz beschreibt die Fähigkeit, das eigene Stressgeschehen zu verstehen und angemessen mit belastenden Situationen umzugehen. Dazu gehört zunächst zu erkennen, welche Situationen Stress auslösen, wie man diese bewertet und wie man typischerweise darauf reagiert.
Stresskompetenz bedeutet dabei nicht, Stress vollständig zu vermeiden. Stress gehört zum Leben und kann durchaus antreiben und zu Leistung motivieren. Entscheidend ist, die eigenen Reaktionen zu kennen, vorhandene Ressourcen zu nutzen und einen Umgang mit Stress zu finden, der zur jeweiligen Situation passt.
Was ist das persolog® Stress-Modell?
Das persolog® Stress-Modell betrachtet Stress ganzheitlich und individuell , denn nicht jeder Mensch empfindet dieselben Situationen als stressig oder reagiert auf Belastungen auf die gleiche Weise.
Stress entsteht nicht allein durch einen bestimmten Auslöser. Eine Rolle spielt auch, wie eine Situation eingeschätzt wird, welche Ressourcen zur Verfügung stehen und welche Möglichkeiten zur Bewältigung eine Person sieht. Diese Komponenten beeinflussen, wie Stress erlebt wird und wie jemand darauf reagiert.
Neben den persönlichen Stressfaktorenbetrachtet das Modell deshalb auch typische Reaktionsweisen und Stressmuster. Es unterscheidet 11 Stressmuster , die dabei helfen, persönliche Denk- und Verhaltensweisen unter Stress besser zu verstehen. Dabei geht es nicht darum, Menschen in feste Kategorien einzuordnen, sondern das eigene Verhalten in belastenden Situationen genauer zu betrachten.
Das Modell berücksichtigt außerdem unterschiedliche Reaktionen auf Stress, darunter Konfrontation, Vermeidung, Nachgiebigkeit und Rückzug. Welche Stressmuster und Reaktionen sich zeigen, ist individuell und kann je nach Person und Situation unterschiedlich ausfallen.
4 Wege zu mehr Stresskompetenz
Stresskompetenz kann an unterschiedlichen Stellen ansetzen. Dabei werden vier Wege betrachtet: Persönlichkeit entwickeln, Beziehungen stärken, Anforderungen klären und Spielräume nutzen. Jeder Weg setzt an einem anderen Bereich an und bietet Möglichkeiten, den eigenen Umgang mit Stress zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
1. Persönlichkeit entwickeln
Der erste Weg setzt bei der eigenen Persönlichkeit an. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir uns selbst weniger unter Druck setzen und mehr Gelassenheit zulassen können.
2. Beziehungen stärken
Der zweite Weg richtet den Blick auf die eigenen Beziehungen. Dabei geht es darum, stärkere und gesündere Beziehungen aufzubauen und damit einen wichtigen Bereich der persönlichen Stresskompetenz zu stärken.
3. Anforderungen klären
Beim dritten Weg stehen die Anforderungen im Mittelpunkt, mit denen wir im Alltag konfrontiert sind. Es geht darum, Anforderungen realistisch zu betrachten und zu prüfen, ob und wie sie für uns umsetzbar sind.
4. Spielräume nutzen
Der vierte Weg betrachtet organisationale Strukturen und Arbeitsabläufe. Dabei geht es darum, vorhandene Spielräume bewusst zu nutzen und dort, wo es möglich ist, weitere Handlungsspielräume zu erschließen.
Wo wird das persolog® Stress-Modell eingesetzt?
Das persolog® Stress-Modell kann in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt werden, in denen Menschen ihr Stressverhalten besser verstehen und ihre Stresskompetenz weiterentwickeln möchten. Es eignet sich für die persönliche Weiterentwicklung sowie für den professionellen Einsatz in Training, Coaching und Unternehmen.
Persönliche Weiterentwicklung
Das Modell hilft dabei, die eigenen Stressfaktoren und das persönliche Verhalten unter Stress genauer zu betrachten. Wer die eigenen Muster kennt, kann sich bewusster mit dem persönlichen Umgang mit belastenden Situationen auseinandersetzen.
Training und Coaching
Trainer:innen und Coaches können mit dem persolog® Stress-Modell Menschen dabei begleiten, ihre Stressfaktoren und Stressmuster zu reflektieren und ihr eigenes Stressverhalten besser zu verstehen.
Unternehmen
Auch in Unternehmen kann das Modell eingesetzt werden, um Mitarbeitende beim Aufbau ihrer Stresskompetenz zu unterstützen. Dabei richtet sich der Blick sowohl auf den persönlichen Umgang mit Stress als auch auf Anforderungen, Arbeitsbedingungen und vorhandene Spielräume.
Wie wird das persolog® Stress-Modell in der Praxis angewendet?
Das persolog® Stress-Profil unterstützt dabei, das persönliche Stressgeschehen genauer zu betrachten. Es macht sichtbar, welche Stressfaktoren eine Rolle spielen und wie eine Person typischerweise auf Stress reagiert.
Dabei werden das persönliche Reaktionsmuster und die individuellen Stressmuster betrachtet. So können Zusammenhänge zwischen Stressauslösern und dem eigenen Verhalten unter Stress besser verstanden werden.
Anschließend richtet sich der Blick auf die vorhandenen Ressourcen und den Umgang mit belastenden Situationen. Dabei können sowohl kurzfristige als auch langfristige Strategien zur Stressbewältigung berücksichtigt werden.
Mit dem persolog® Stress-Modell professionell arbeiten
Wenn du das persolog® Stress-Modell professionell in Training, Coaching oder Personalentwicklungeinsetzen möchtest, kannst du dich für das Modell zertifizieren lassen. In der Zertifizierung lernst du, mit dem persolog® Stress-Profil zu arbeiten und die Ergebnisse professionell in Trainings und Coachings einzusetzen.
Für wen eignet sich die Zertifizierung?
Die Zertifizierung richtet sich an Menschen, die andere professionell beim Umgang mit Stress begleiten möchten. Dazu gehören insbesondere Trainer:innen, Coaches, Berater:innen, Führungskräfte sowie Verantwortliche aus HR und Personalentwicklung.
Was unsere Kund:innen sagen
Mit dem persolog Stress-Profil lassen sich gute Stressseminare gestalten und durchführen. Es hilft, Stress und Stressmuster sichtbar zu machen, und daraus entsprechende Strategien zu entwickeln. Die Teilnehmer lernen Ursachen und Auswirkungen zu begreifen und selbst aktiviert Lösungsansätze zu entwickeln. Es ist ein hilfreiches und wertvolles Instrument zur Stressbearbeitung, sowie für ein wirkungsvolles Selbstmanagement.
Rainer Burghardt
Personalentwickler, Sparkasse Altöttingen-Mühldorf
Für mich war die Zertifizierung zum Digital-Stress-Trainer genau die richtige Trainerausbildung in diesen verrückten Corona-Zeiten. Ich konnte die Lerneinheiten so zeitlich einteilen, wie es für mich am besten passte. Die Trainerhandbücher und Präsentationen helfen dabei, innerhalb kürzester Zeit ein qualitativ hochwertiges Seminar zum Thema eigenes Stressverhalten und Stressbewältigung vorzubereiten. Nachdem ich mein eigenes Stressprofil ausgefüllt hatte, ging es vor allem darum, mich in meinem eigenen Verhalten wiederzuerkennen, um dann geeignete kurz- und langfristige Strategien zur Stressbewältigung kennenzulernen. Ein "Must-have" in dieser schnelllebigen Zeit des Wandels – für alle, die sich mit tiefsitzenden Überzeugungen auseinandersetzen und mehr Gelassenheit in ihrem Leben suchen.
Bettina Schell
Geschäftsführerin von www.perso-train.de
Häufig gestellte Fragen zum persolog® Stress-Modell
Ist Stress immer negativ?
Stress ist nicht grundsätzlich negativ. Er kann aktivieren, die Aufmerksamkeit erhöhen und dabei helfen, Herausforderungen zu bewältigen. Problematisch kann Stress werden, wenn Belastungen dauerhaft bestehen oder die eigenen Möglichkeiten zur Bewältigung als nicht ausreichend erlebt werden.
Warum reagieren Menschen unterschiedlich auf Stress?
Menschen reagieren unterschiedlich auf Stress, weil nicht nur die Situation selbst entscheidend ist, sondern auch ihre persönliche Einschätzung und die wahrgenommenen Möglichkeiten zur Bewältigung. Deshalb kann dieselbe Situation von einer Person als stark belastend und von einer anderen als weniger stressig erlebt werden. Auch persönliche Denk- und Verhaltensmuster spielen beim Umgang mit Stress eine Rolle.
Was ist der Unterschied zwischen Stressfaktoren und Stressmustern?
Stressfaktoren beschreiben Einflüsse und Situationen, die Stress auslösen können, während Stressmuster typische Denk- und Verhaltensweisen unter Stress beschreiben. Das persolog® Stress-Modell betrachtet beide Ebenen, um nicht nur mögliche Auslöser, sondern auch den persönlichen Umgang mit Stress zu reflektieren.
Welche Rolle spielen persönliche Denkmuster bei Stress?
Persönliche Denkmuster können beeinflussen, wie eine Situation wahrgenommen und bewertet wird. Gerade unter Stress können gewohnte Denk- und Verhaltensweisen besonders deutlich werden. Sie zu erkennen und zu reflektieren kann deshalb ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung von Stresskompetenz sein.
Kann Stress auch durch Arbeitsbedingungen entstehen?
Stress kann sowohl durch persönliche als auch durch berufliche Faktoren beeinflusst werden. Hohe oder unklare Anforderungen, Arbeitsabläufe und geringe Handlungsspielräume können dabei eine Rolle spielen. Stresskompetenz sollte deshalb nicht ausschließlich als Aufgabe des Einzelnen betrachtet werden, sondern auch die Bedingungen berücksichtigen, unter denen Menschen arbeiten.